

"Digitalisierung und Zukunft
der elektronischen Medien"
am 10.03.05 in Berlin
Pünktlich zur CeBit hat der Zentralverband Elektrotechnik– und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) zusammen mit der Vertretung der Europäischen Kommission zur Diskussion über die "Digitalisierung und Zukunft der elektronischen Medien" nach Berlin geladen. Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, diskutierte vor hochkarätigem Publikum aus Industrie und Politik mit Andrä B. Herrmann, Vorstandsmitglied des ZVEI-Fachverbandes Consumer Electronics, Dr. Helmut Stein, Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform und Helwin Lesch, stv. Vorstandsvorsitzender der IMDR, über Situation und Innovationspotential der CE-Industrie und die inhaltlichen, regulatorischen und technischen Chancen und Herausforderungen des Digitalen Rundfunks.
Nach einem Überblick über die DAB-Entwicklung in Deutschland und die Randbedingungen für den DAB-Erfolg in England nahm die Frage, welchen Beitrag die Kommission zur Digitalisierung des Hörfunks leisten kann, breiten Raum in der Diskussion ein. Frau Reding erläuterte die Grundzüge und Rahmenbedingungen der technologieneutralen Politik der EU und stellte in Aussicht, dass sich die Kommission zur Digitalisierung des Hörfunks in Europa künftig intensiver mit den Daten-Übertragungskapazitäten befassend wird. Für eine Harmonisierung der Entwicklung zum Digitalen Radio in Europa spiele die Frequenzausstattung eine zentrale Rolle.
Helwin Lesch erläuterte die bestehende Programmvielfalt über DAB, die gerade auch mittelständisch geprägten Anbietern neue Perspektiven ermögliche und den Bedarf nach einem regional und lokal strukturierten, eigenständigen System zur Hörfunkübertragung in einer digitalen Welt unterstreiche. Das neu entfachte Interesse der Automobilindustrie an DAB und seiner Weiterentwicklung als "Digital Multimedia Broadcasting" (DMB) bestätige die Alleinstellung des System als robustes, mobil empfangbares und nahezu flächendeckend verfügbares Rundfunksystem zur Übertragung von Daten jedweder Art. "In dieser Situation darf und muss Radio nicht zum Anhängsel des Fernsehens werden", so Lesch.


